The mid-market reference

 Argos Index® 4. Quartal 2025

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Der Argos Index® setzt seinen Abwärtstrend fort und erreicht mit 8,3x EBITDA den niedrigsten Stand seit 2014

Der Argos Index® ist im vierten Quartal 2025 um weitere 4,6 % auf 8,3x EBITDA gesunken, nach 8,7x im dritten Quartal, und hat damit den niedrigsten Stand seit dem ersten Halbjahr 2014 erreicht. Dieser Rückgang wurde in erster Linie durch eine deutliche Korrektur im oberen Mid-Market verursacht, wo die Multiples um 22 % fielen, während sich die Bewertungen im unteren Marktsegment stabilisiert haben.

Der Abwärtsdruck auf die Bewertungen blieb ausgeprägt. Der Anteil der Transaktionen mit einem Preis bei unter 7,0x EBITDA verharrte auf einem Rekordhoch von 27 %, während Deals mit Bewertungen über 15x EBITDA mit 7 % einen historischen Tiefstand erreichten. Sie blieben damit gegenüber dem Vorquartal weitgehend unverändert. Die Entwicklung bestätigt ein strukturell vorsichtigeres Bewertungsumfeld mit begrenzter Bereitschaft für Deals zu hohen Multiples.

Die Preisbildung wurde zudem durch das makrofinanzielle Umfeld belastet. Steigende langfristige Zinsen(1)haben die Auswirkungen der Zinssenkungen der EZB(2) kompensiert, wobei erhöhte Laufzeitprämien wachsende Sorgen um die Finanzstabilität widerspiegelten. Rekordhohe Staatsverschuldung, verschärfte geopolitische Spannungen sowie Unsicherheiten infolge der unberechenbaren Politik von Donald Trump – einschließlich des Drucks auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank und der daraus resultierenden Implikationen für den US-Dollar – haben weiterhin das Investorenvertrauen und die Bewertungsannahmen belastet.

Trotz des schwierigen Umfelds hat sich die Mid-Market-M&A-Aktivität im zweiten Halbjahr 2025 deutlich erholt. Die Transaktionsvolumina legten gegenüber dem ersten Halbjahr um 30 % zu und lagen 8 % über dem Vorjahresniveau. Diese Erholung wurde durch Fundamentaldaten in der Eurozone unterstützt, die besser waren als erwartet – kontrollierte Inflation, anziehendes Wirtschaftswachstum und steigende Unternehmensgewinne. Hinzu kam die Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber einer aggressiven US-Handelspolitik. Zudem haben Verkäufer ihre Preisvorstellungen zunehmend an die neue Marktrealität angepasst, was den Dealflow gestützt und dazu beigetragen hat, dass blockierte Transaktionen wieder in Gang kamen.

(1) Die von der EZB berechneten 10-jährigen EU-Renditen sind im vierten Quartal um sechs Basispunkte gestiegen, von 3,15 % auf 3,21 %.

(2) Die EZB hat die Leitzinsen innerhalb von 18 Monaten um mehr als 2 Prozentpunkte gesenkt, von 4,25 % auf 2,15 %.

Argos Index® mid-market
Median EV/EBITDA-Multiple auf Sechsmonatsbasis (rollierend)

Quelle: Argos Index®-Mid-Market / Epsilon Research




Der Argos Index® wird von Finanzinvestoren nach unten gezogen

Die von Finanzinvestoren gezahlten Multiples gingen im vierten Quartal weiter auf 8,7x EBITDA zurück und reflektierten den anhaltenden Abwärtsdruck. Kreditgeber und Käufer blieben angesichts der fortbestehenden makroökonomischen Unsicherheit mit Blick auf die Verschuldung vorsichtig. Die Mid-Market-LBO-Volumina zogen im zweiten Halbjahr jedoch deutlich an (+30 %) und entsprachen damit der Entwicklung des gesamten M&A-Marktes. Eine stabile Verfügbarkeit von Finanzierungen hat die LBO-Pipelines bis zum Jahresende gestützt. Die Bewertungsunterschiede zwischen Käufern und Verkäufern verringerten sich gleichzeitig – die Preise passten sich weiter nach unten an.

Im Jahr 2025 ging das Fundraising europäischer Private-Equity-Fonds im Jahresvergleich zurück(1), was ein herausforderndes Exit-Umfeld für Bestandsportfolios widerspiegelt. Während PE-Fonds zunehmend auf alternative Liquiditätslösungen wie Dividend Recapitalizations, NAV-Finanzierungen, Minderheitsverkäufe oder Continuation Vehicles zurückgriffen, gewann die Mid-Market-Exit-Aktivität im zweiten Halbjahr wieder an Dynamik – die Volumina stiegen um 36 %.

Die von strategischen Käufern gezahlten Multiples stabilisierten sich im vierten Quartal auf einem niedrigen Niveau von 7,7x EBITDA. Während sich der Dealflow insgesamt schrittweise erholte, passten sich strategische Käufer an das anhaltend schwierige makroökonomische und geopolitische Umfeld an. Ihre Aktivitäten konzentrierten sich zunehmend auf gezielte, wertsteigernde Akquisitionen – insbesondere in den Bereichen Technologie, Digital, Business Services und anderen resilienten Sektoren –, die zu niedrigeren Multiples umgesetzt wurden. Der Anteil der Transaktionen unter 7,0x EBITDA erreichte dabei ein Rekordniveau. Gleichzeitig unterstützte die anhaltende Rallye an den öffentlichen Aktienmärkten seit Anfang 2025(2) weiterhin hochpreisige strategische Transaktionen. Unternehmen richten ihre Portfolios durch Desinvestitionen und strategische Asset-Verkäufe neu aus.

(1) Das Fundraising europäischer Private-Equity-Fonds ging im Jahr 2025 um 45 % auf 80,8 Mrd. € zurück, von 146,7 Mrd. € (Quelle: PitchBook), während das verfügbare Dry Powder der Private-Equity-Sponsoren weiterhin ein hohes Niveau von 434,8 Mrd. € erreichte (Quelle: Capital IQ).

(2) Der EURO STOXX TMI Small Index legte im vierten Quartal um 3,7 % zu und stieg seit dem 1. Januar 2025 um 22,8 %.

Unternehmensbewertung / EBITDA im Zeitverlauf

Quelle: Argos Index® Mid-market / Epsilon Research




Rekordtief bei Transaktionen mit Multiples von mehr als 15x EBITDA

Im vierten Quartal 2025 machten Transaktionen an den extremen Enden des Index 34 % der Stichprobe aus – im Einklang mit dem Vorquartal. Der Anteil von Deals mit Multiples über 15x EBITDA lag auf einem Rekordtief. Gleichzeitig war der Anteil von Transaktionen am unteren Ende, die mit unter 7,0x EBITDA bewertet waren, hoch.

Gesamtanteil der Transaktionen mit Multiples 15x EBITDA des Argos Index®

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research

Anteil der Transaktionen mit Multiples >15x des Argos Index®

Transaktionen mit einer Bewertung von unter 7,0x EBITDA machten 27 % der Stichprobe aus und unterstrichen den anhaltenden Abwärtsdruck auf die Bewertungen.

Anteil der Transaktionen mit Multiples 15x EBITDA des Argos Index®




Die Aktivität im M&A Mid-Market zog Ende des Jahres an.

Die Mid-Market-M&A-Aktivität in der Eurozone zeigte im zweiten Halbjahr 2025 eine klare Verbesserung: Das Transaktionsvolumen stieg gegenüber dem ersten Halbjahr um 30 %, und die geschätzte Zahl der Transaktionen überschritt 500 – das höchste Niveau seit dem zweiten Halbjahr 2018. Auf Jahressicht nahm das Transaktionsvolumen gegenüber 2024 um 8 % zu, gestützt durch niedrigere Transaktionspreise und eine schrittweise Verbesserung der Marktstimmung.

Der M&A-Markt der Eurozone profitierte von stärkeren Fundamentaldaten: einem besser als erwarteten Wirtschaftswachstum(1), nachlassender Inflation und einem günstigeren geldpolitischen Umfeld, das die Bedingungen für Finanzierungen verbesserte. Die Region zeigte sich widerstandsfähig gegenüber der aggressiven Handelspolitik und der abenteuerlichen Außenpolitik von Donald Trump.

Gleichzeitig blieb die Erholung der Eurozone hinter der Entwicklung des globalen M&A-Marktes zurück, wo der Gesamttransaktionswert im Jahr 2025 um 48 % stieg(2). Geopolitische Risiken, hohe Energiepreise und die außergewöhnliche politische Situation in Frankreich haben die Aktivität weiterhin belastet. Im zweiten Halbjahr fiel das Wachstum des Volumens bei Mid-Market-M&A in Frankreich (+8 %) geringer aus als in anderen Märkten der Eurozone: Deutschland (+25 %), Italien (+43 %), Spanien- Portugal (+42 %) sowie übrige Länder der Eurozone (+71 %).

(1) Im Jahr 2025 stieg das BIP in der Eurozone um 1,5 % (gegenüber +1,3 % erwartet von der Europäischen Kommission) und nahm im vierten Quartal um 0,3 % zu.

(2) Die M&A-Aktivität stieg im Jahr 2025 laut LSEG auf 4,58 Bio. US-Dollar (+48 %), Les Echos am 05.01.2026.

Anzahl und Wert der Aktivitäten im Mid-Market-Segment in der Eurozone (15-500 Mio. Euro)

Quelle : Argos Index© mid-market / Epsilon Research

Mid-Market-Aktivität (€15–500m) in der Eurozone nach Anzahl

Das Wachstum der Aktivitäten von Finanznivestoren entsprach der Entwicklung des gesamten M&A-Marktes. Ihr Anteil(1) am Mid-Market-M&A blieb im zweiten Halbjahr bei 15 % der Transaktionen stabil – ein seit 2022 sehr konstanter Marktanteil.

(1) Ohne Build-up-Transaktionen

Anteil LBOs an europäischer Mittelstands-M&A-Aktivität

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