The mid-market reference

Argos Index®  3. Quartal 2025

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Kernaussagen




Der Argos Index® setzt seinen Abwärtstrend fort, auf jetzt 8,7x EBITDA – der niedrigste Wert seit 2017

Der Argos Index® ist im dritten Quartal 2025 um 5,4 % gefallen, auf 8,7x EBITDA. So tief stand er seit dem ersten Quartal 2017 nicht mehr. Die Bewertungen sind in allen Segmenten des Mid-Markets gefallen, am deutlichsten im unteren Segment (- 10 %). Der Anteil an Transaktionen mit niedrigen Multiples von weniger als 7x EBITDA stieg auf 28 %, während Multiples von mehr als 15x EBITDA auf ein Rekordtief von 7 % aller Transaktionen fielen – das unterstreicht den anhaltenden Preisdruck.

Dieser Rückgang steht im Kontrast zu einer allmählichen Zunahme der M&A-Aktivität im Jahr 2024 – kurzzeitig unterbrochen durch den US-Zollschock Anfang 2025. Zur Erholung des M&A-Markts trug vor allem bei, dass die erwartete wirtschaftliche Verschlechterung ausblieb, unterstützt von niedrigerer Inflation als erwartet, starken Unternehmensgewinnen und Optimismus hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf Wachstum und Bewertungen.

Die Preisgestaltung blieb aufgrund höherer langfristiger Zinssätze(1) trotz der Senkung des Einlagensatzes durch die EZB unter Druck. Die steigenden Laufzeitprämien spiegeln Sorgen über die Nachhaltigkeit des Wachstums, die längerfristigen Auswirkungen von Trumps Politik sowie anhaltende geopolitische Spannungen wider, ebenso wie erwartete höhere Bond-Emissionen (insbesondere in Deutschland) und politische/fiskalische Bedenken in Frankreich. Die Banken in der Eurozone verschärften im dritten Quartal die Kreditstandards für Unternehmen(2), wodurch die verfügbare Verschuldung begrenzt(3) und die Kaufkraft der Anleger reduziert wurde; deutsche Kreditinstitute führten diese Entwicklung an, getrieben von Befürchtungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten und der Handelszölle.

Sowohl die von Finanzinvestoren gezahlten Multiples als auch die strategischer Käufer sind im dritten Quartal gesunken: auf 9,0x EBITDA (Finanzinvestoren) und 7,7x EBITDA (Strategen). Mit einem Anstieg der Private-Equity-Exits um 12,5 % im Quartal haben die Verkäufer – insbesondere Fonds – ihre Preisvorstellungen schrittweise angepasst, wodurch sich der Bid Ask-Spread verengt hat. Der Rückgang des Argos Index® spiegelt diesen Preisangleichungsprozess wider, der dazu beiträgt, dass die M&A-Aktivität anzieht.

(1) Die von der EZB berechneten 10-jährigen EU-Anleiherenditen stiegen im dritten Quartal um 14 Basispunkte (von 3,01 % auf 3,15 %) und seit dem 1. Januar 2025 um 41 Basispunkte.

(2) Quelle: ECB Quarterly Survey

(3) Die EZB-Richtlinien für Banken zu Leveraged-Transaktionen (2017) erhöhen die Finanzierungskosten für stark verschuldete Deals (mit einer Gesamtverschuldung/EBITDA > 6×). In den SREP-Entscheidungen der EZB 2024 (Dezember 2024) hat sich die Zahl der Banken, die aufgrund des Risikos übermäßiger Verschuldung zusätzliches Kapital vorhalten müssen, mehr als verdoppelt.

Argos Index® mid-market
Median EV/EBITDA-Multiple auf Sechsmonatsbasis (rollierend)

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research




Sowohl Finanzinvestoren als auch strategische Käufer ziehen den Argos Index® nach unten

Die von Finanzinvestoren gezahlten Multiples fielen im dritten Quartal im Schnitt um 10 % auf 9,0x EBITDA, nahe ihrem langfristigen Durchschnitt von 8,8x. Angesichts eines schwächeren Fundraisings(1) und dem Druck der LPs auf Ausschüttungen, priorisierten Investoren renditesichere Investments gegenüber dem „Gewinnen um jeden Preis“, was zu engeren Bewertungen führte. Da sich der Bid Ask-Spread verengte, stiegen die Private-Equity-Exits in den ersten drei Quartalen 2025 um 12,5 %, wodurch Finanzinvestoren ältere Assets im Portfolio realisieren konnten. Die Mid Market-LBO-Aktivität folgte dem breiteren M&A-Markt, wobei ihr Anteil am gesamten Transaktionsvolumen mit 15 % auf einem niedrigen, stabilen Niveau blieb.

Die von strategischen Käufern gezahlten Multiples fielen weiter und erreichten im dritten Quartal 7,7 × EBITDA (12 % unter ihrem langfristigen Durchschnitt). Große Unternehmen nutzten opportunistische Akquisitionen zu niedrigeren Multiples; ein Rekordanteil der Transaktionen wurde unter 7,0 × EBITDA bewertet. Gleichzeitig unterstützten die seit Anfang 2025 steigenden Aktienmärkte(2) hochpreisige strategische Transaktionen, insbesondere in Sektoren, die sich an KI und digitale Transformation anpassen.

(1) Das Fundraising europäischer Private-Equity-Fonds ist in den ersten drei Quartalen 2025 um 33,3 % gegenüber dem Rekordniveau von 2024 zurückgegangen (Quelle: PitchBook, VCR European Private Market Update: Q3 2025).

(2) Der EURO STOXX TMI Small Index stieg im dritten Quartal um 2,5 % und seit dem 1. Januar 2025 um 18,4 %.

Unternehmensbewertung / EBITDA im Zeitverlauf

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research




Rekordtief von Transaktionen mit Multiples über 15x EBITDA

Im dritten Quartal 2025 wurden 35 % der Transaktionen der Indexstichprobe zu extremen Multiples abgeschlossen – dabei ein Rekordtief von Transaktionen mit Multiples von mehr als 15x EBITDA und ein gestiegener Anteil an Transaktionen mit einem niedrigen Multiple von weniger als 7x EBITDA.

Gesamtanteil der Transaktionen mit Multiples 15x EBITDA des Argos Index®

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research

Anteil der Transaktionen mit Multiples >15x des Argos Index®

Bei 28 % der Transaktionen wurden weniger als 7x EBITDA gezahlt, was den anhaltenden Preisdruck verdeutlicht.

Anteil der Transaktionen mit Multiples 15x EBITDA des Argos Index®




M&A-Markt im Mittelstand erholt sich nur begrenzt.

Der Mid-Market-M&A-Markt der Eurozone begann sich nach dem Rückgang im ersten Quartal im zweiten Quartal 2025 (aktualisierte Daten) zu erholen und stabilisierte sich anschließend im dritten Quartal im Vergleich zu Q2. In den ersten drei Quartalen 2025 blieb die Mid-Market- Aktivität im Wesentlichen auf dem Niveau von 2024 und lag 20 % über dem Niveau von 2020–2023: Europa hinkt der allmählichen globalen M&A-Erholung hinterher(1).

Der Markt im Euroraum profitierte von sich verbessernden Fundamentaldaten: makroökonomische Stabilisierung bei moderatem Wachstum im dritten Quartal(2), die Inflation pendelte nahe dem Zielwert (2,1–2,2 %) und die EZB senkte im Juni den Einlagensatz auf 2,0 %, nach vorangegangenen Senkungen im Februar und April.

Gleichzeitig belasten gemischte wirtschaftliche Signale, zollbedingte Unsicherheiten, geopolitische Risiken und innenpolitische Instabilität (insbesondere in Frankreich) weiterhin eine klare Erholung der M&A-Aktivität.

(1) Der Wert der M&A-Transaktionen in Europa sank in den ersten neun Monaten 2025 um 5 % auf 375 Mrd. USD, während die globale M&A-Aktivität um 10 % zunahm – Quelle: Boston Consulting Group Global M&A Report, zitiert in Reuters, 28.10.2025.

(2) Im dritten Quartal 2025 stieg das saisonbereinigte BIP im Euroraum im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 %, laut einer vorläufigen Schnellschätzung von Eurostat vom 30.10.2025.

Anzahl und Wert der Aktivitäten im Mid-Market-Segment in der Eurozone (15-500 Mio. Euro)

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research

Volumen der Mid-Market-Transaktionen im Euroraum (Anzahl der Transaktionen)

Die Aktivitäten von Finanzinvestoren haben im Einklang mit dem insgesamt rückläufigen M&A-Markt nachgegeben. In den letzten sechs Monaten lag ihr Anteil am Mid-Market-M&A stabil bei 15 % der Transaktionen, während der Anteil am veröffentlichten Transaktionswert mit 30 % weiterhin hoch bleibt.

(1) Ohne Build-up-Transaktionen

Anteil LBOs an europäischer Mittelstands-M&A-Aktivität

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