The mid-market reference

Argos Index®  1. Quartal 2026

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Der Argos Index® ist im ersten Quartal 2026 leicht auf 8,6x EBITDA gestiegen.

Der Argos Index® stieg im ersten Quartal 2026 um 3,6 % auf 8,6x EBITDA, nachdem ein anhaltender Abwärtstrend den Index zuvor auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt gedrückt hatte. Sowohl das untere als auch das obere Ende des Marktes erholten sich. Der leichte Anstieg war vor allem auf eine Erholung der von Finanzinvestoren gezahlten Multiples zurückzuführen. Sie stiegen auf 10,0x EBITDA. Die von strategischen Käufern gezahlten Multiples blieben dagegen mit 7,8x EBITDA weitgehend stabil.

Die Verteilung der Transaktionsmultiples zeigte im ersten Quartal 2026 erste Anzeichen einer Normalisierung. Der Anteil der Deals mit Bewertungen unter 7,0x EBITDA sank von 27 % im vierten Quartal 2025 auf 22 %. Transaktionen mit Multiples von über 15x EBITDA lagen weiterhin auf einem niedrigen Niveau von 6 %. Der besonders ausgeprägte Bewertungsdruck der Jahre 2024 und 2025 könnte damit allmählich nachlassen. Bemerkenswert ist zudem, dass die durchschnittliche EBITDA-Marge der im Sample erfassten Unternehmen im ersten Quartal 2026 auf 12,6 % zurückging, verglichen mit 13,4 % im zweiten Halbjahr 2025 und 17,4 % im zweiten Halbjahr 2024. Das spiegelt teilweise den höheren Anteil zyklischer und margenschwächerer Branchen im Q1-Sample wider – insbesondere Energie, Bau und Transport legten gegenüber den Vorperioden zu – und erklärt unabhängig davon die zurückhaltenderen Bewertungen außerhalb des Private-Equity-Segments.

Die Bewertungsdynamik im ersten Quartal 2026 wurde weiterhin von einem komplexen makrofinanziellen Umfeld geprägt. Die langfristigen Zinsen stiegen weiter(1), obwohl die EZB ihren Einlagensatz unverändert ließ. Hintergrund waren erhöhte Laufzeitprämien infolge anhaltender Sorgen um die Tragfähigkeit staatlicher Verschuldung sowie geopolitischer Instabilität. Unsicherheiten rund um die US-Handelspolitik, tarifbedingte Volatilität und, gegen Ende des Quartals, der Iran-Konflikt belasteten weiterhin das Vertrauen von Investoren und die Bewertungsannahmen.

Vor diesem Hintergrund scheint der Anstieg des Argos Index® im ersten Quartal 2026 in erster Linie auf einen Zusammensetzungseffekt sowie die wieder stärkere Aktivität von Private-Equity-Investoren zurückzuführen zu sein, weniger auf eine breit angelegte Verbesserung der Marktbedingungen. Die Erholung der Mid-Market-M&A-Aktivität im zweiten Halbjahr 2025 hatte bereits eine stabilere Ausgangsbasis für das erste Quartal 2026 geschaffen, da Verkäufer ihre Preisvorstellungen schrittweise anpassten und Finanzierungen weitgehend verfügbar blieben. Ob der Anstieg im ersten Quartal tatsächlich einen Wendepunkt markiert oder eher eine technisch getriebene Gegenbewegung darstellt, wird von der Nachhaltigkeit der Private-Equity-Investitionen sowie der weiteren Entwicklung des makroökonomischen Umfelds abhängen.

(1) Die von der EZB berechneten Renditen zehnjähriger EU-Staatsanleihen stiegen im ersten Quartal 2026 um 13 Basispunkte von 3,21 % auf 3,34 %.

Argos Index® mid-market
Median EV/EBITDA-Multiple auf Sechsmonatsbasis (rollierend)

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research




Der leichte Anstieg des Argos Index® wurde von Finanzinvestoren getrieben

Die von Finanzinvestoren gezahlten Multiples stiegen im ersten Quartal 2026 deutlich auf 10,0x EBITDA an, nachdem sie im vierten Quartal 2025 noch bei 8,7x gelegen hatten. Damit erreichten sie wieder das Niveau des zweiten Halbjahres 2025. Diese Erholung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: eine wieder gestiegene Bereitschaft von Private-Equity- Investoren, nach einer längeren Phase der Zurückhaltung vorhandenes „Dry Powder“ einzusetzen, verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten sowie eine Annäherung der Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern. Innerhalb des PE-Subsamples konzentrierten sich die Transaktionen auf die Bereiche Healthcare, Software und B2B-Dienstleistungen – Sektoren, die strukturell höhere Multiples erzielen.

Das Fundraising europäischer Private-Equity-Fonds ging 2025 deutlich zurück, was das schwierige Exit-Umfeld für bestehende Portfolios widerspiegelt. Private-Equity-Häuser griffen daher zunehmend auf alternative Liquiditätsinstrumente zurück – darunter Dividend Recapitalizations, NAV-Finanzierungen und Continuation Vehicles –, um Ausschüttungen an ihre Investoren zu ermöglichen. Gleichzeitig gewann die Exit-Aktivität bei Mid-Market-LBOs im zweiten Halbjahr 2025 wieder an Dynamik; das Volumen stieg um 36 %(1). Investoren konnten ihre Kapazitäten für neue Investments somit wieder ausbauen. Das verfügbare Dry Powder im Private-Equity-Sektor lag weiterhin auf hohem Niveau(2). Der Druck, Kapital zu investieren, trug trotz des unsicheren makroökonomischen Umfelds zu mehr Deal-Aktivität bei.

Die von strategischen Käufern gezahlten Multiples blieben im ersten Quartal 2026 mit 7,8x EBITDA weitgehend stabil und lagen damit nahezu unverändert gegenüber den 7,7x im vierten Quartal 2025. Strategische Investoren hielten an einer strikten Preisdiziplin fest und konzentrierten sich auf gezielte, wertsteigernde Akquisitionen. Der im Verlauf des Jahres 2025 beobachtete Rekordanteil von Transaktionen mit Multiples unter 7x EBITDA begann sich jedoch zu normalisieren und sank im ersten Quartal auf 22 %. Die Differenz zwischen den von Private-Equity-Fonds und strategischen Käufern gezahlten Multiples – mittlerweile 2,2x – spiegelt dabei ebenso einen Zusammensetzungseffekt wie eine tatsächliche Bewertungslücke wider: Finanzinvestoren kehrten selektiv für hochwertige Assets in Sektoren mit hohen Multiples in den Markt zurück, während strategische Käufer ihre Akquisitionsaktivitäten breit über unterschiedliche Branchen und Bewertungskategorien hinweg fortsetzten.

(1) Source: Epsilon Research / MarketIQ

(2) Weltweit verfügten Private-Equity-Buyout-Fonds weiterhin über Dry Powder in Höhe von rund 1,3 Billionen US-Dollar (Quelle: Bain Global Private Equity Report 2026, Februar 2026).

Unternehmensbewertung / EBITDA im Zeitverlauf

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research




Eine Normalisierung an den Rändern der Bewertungsverteilung

Im ersten Quartal 2026 begann die Polarisierung innerhalb des Index- Samples nachzulassen. Transaktionen an den extremen Enden der Bewertungen machten 28 % des Samples aus, nach 34 % im vierten Quartal 2025. Dies ist sowohl auf den Rückgang des Anteils von Deals mit Multiples unter 7x EBITDA als auch auf das weiterhin niedrige Niveau von Premium-Transaktionen mit Multiples von mehr als 15x EBITDA zurückzuführen.

Gesamtanteil der Transaktionen mit Multiples 15x EBITDA des Argos Index®

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research

Anteil der Transaktionen mit Multiples >15x des Argos Index®

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research

Der Anteil der Transaktionen mit Bewertungen unter 7,0x EBITDA sank im ersten Quartal 2026 von 27 % auf 22 %, während der Anteil der Deals mit Multiples von über 15x EBITDA weiter auf 6 % zurückging. Dies deutet auf eine Normalisierung der Bewertungsverteilung hin.

Anteil der Transaktionen mit Multiples 15x EBITDA des Argos Index®




Die M&A-Aktivität im Mid-Market ging im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal zurück, lag jedoch weiterhin über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die M&A-Aktivität im Mid-Market der Eurozone ging im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal zurück; das geschätzte Deal-Volumen lag 4 % unter dem Niveau des vierten Quartals 2025. Dies folgt jedoch auf ein starkes zweites Halbjahr 2025 und sollte vor dem Hintergrund eines weiterhin deutlich positiven Vorjahresvergleichs betrachtet werden: Die Aktivität im ersten Quartal 2026 lag 30 % über dem Niveau des ersten Quartals 2025. Auf rollierender Basis bewegte sich der Zeitraum vom vierten Quartal 2025 bis zum ersten Quartal 2026 weiterhin auf einem Niveau, das zuletzt im zweiten Halbjahr 2018 erreicht worden war.

Der Rückgang des offengelegten Transaktionsvolumens fiel mit minus 28 % gegenüber dem vierten Quartal 2025 deutlich stärker aus. Diese Kennzahl ist jedoch aufgrund der geringen und schwankenden Offenlegungsquote nur eingeschränkt aussagekräftig.

Diese Entwicklungen im Mid-Market der Eurozone stehen im Kontrast zu einem Rekordquartal im globalen M&A-Markt, in dem das angekündigte Deal-Volumen 1,2 Billionen US-Dollar erreichte(1). Das Large-Cap-Segment erholt sich typischerweise früher als das Mid-Market-Segment.

Das makroökonomische Umfeld im ersten Quartal 2026 blieb jedoch herausfordernd: eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums(2) sowie geopolitische Unsicherheiten belasteten die Marktstimmung erheblich. Der Iran-Konflikt ließ den Ölpreis auf über 100 US-Dollar pro Barrel steigen und schürte Sorgen, dass die Zentralbanken gezwungen sein könnten, die Zinsen länger auf hohem Niveau zu halten. Gleichzeitig trübten die Volatilität rund um die US-Zollpolitik sowie die politische Fragilität in Frankreich die Aussichten zusätzlich ein.

(1) Das globale M&A-Volumen erreichte im ersten Quartal 2026 1,2 Billionen US-Dollar – das dritte Quartal in Folge mit einem Volumen von über 1 Billion US-Dollar. Das europäische M&A-Volumen stieg dabei um 82 % auf 307 Milliarden US-Dollar, während grenzüberschreitende Transaktionen um 47 % zunahmen (Quelle: LSEG / Financial Times, 02.04.2026).

(2) Im ersten Quartal 2026 wuchs das BIP der Eurozone gegenüber dem Vorquartal um 0,1 % – das schwächste Quartalswachstum seit dem ersten Quartal 2025 (Quelle: Eurostat, vorläufige Schnellschätzung, April 2026).

Anzahl und Wert der Aktivitäten im Mid-Market-Segment in der Eurozone (15-500 Mio. Euro)

Quelle: Argos Index© mid-market / Epsilon Research

Mid-Market-Aktivität (€15–500m) in der Eurozone nach Anzahl

Die Aktivität von Finanzinvestoren im Mid-Market folgte im ersten Quartal 2026 dem allgemeinen Markttrend und ging gegenüber dem Vorquartal zurück, lag jedoch weiterhin 30 % über dem Niveau des ersten Quartals 2025. Ihr Anteil(1) an der Mid-Market-M&A-Aktivität blieb gemessen an der Anzahl der Transaktionen mit 15 % stabil. Der deutliche Anstieg der von Finanzinvestoren gezahlten Multiples im ersten Quartal 2026 sowie das Wachstum der LBO-Volumina im Jahresvergleich bestätigen eine spürbare Rückkehr der Sponsoren in den Markt für Primär-Buyouts nach zwei Jahren der Zurückhaltung.

(1) Ohne Build-up-Transaktionen

Anteil LBOs an europäischer Mittelstands-M&A-Aktivität

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